Gellertstrasse, Basel
Sanierung einer Stadtvilla in Basel.
Originalnachbau der Fenster aus Eiche mit dem System Fachwerk.
Schallschutzglas aus Weissglas und Goetheglas (Wolkenbild) Natureiche mit Naturölllasur veredelt.
Echte Fischbänder und Wiederverwendung der Stangenverschlüsse.
Die Gussteile wurden neu aus Messing nachgegossen, da die Alten aus Grauguss brüchig waren.
Die Oberfläche der Metallteile ist Messing brüniert ausgeführt worden.
Die Fenster sollten erhalten bleiben, aber die Schallschutzanforderungen von 39dB liessen eine Sanierung nicht zu.
Die Sanierung einer historischen Stadtvilla in Basel stellte uns vor eine besonders reizvolle Aufgabe: Wertvolle Fensterbaukunst sollte in ihrer ursprünglichen Schönheit bewahrt und gleichzeitig an anspruchsvolle heutige Anforderungen angepasst werden. Ein Projekt, bei dem traditionelle Materialien, handwerkliche Präzision und moderne Schallschutztechnik auf eindrucksvolle Weise zusammenfinden.
Ursprünglich war vorgesehen, die bestehenden historischen Fenster zu erhalten und sorgfältig zu restaurieren. Doch die geforderten Schallschutzwerte von 39 dB machten eine reine Sanierung technisch nicht möglich. Deshalb fiel die Entscheidung auf einen originalgetreuen Nachbau, der die historische Gestaltung bewahrt und gleichzeitig die notwendigen funktionalen Eigenschaften erfüllt.
Für die neuen Fenster kam unser Fenstersystem Fachwerk zum Einsatz. Sämtliche Fenster wurden nach historischem Vorbild aus hochwertigem Eichenholz gefertigt. Dabei legten wir besonderen Wert auf die ursprünglichen Proportionen, charakteristischen Profile und die authentische Ausstrahlung der traditionellen Fensterkonstruktionen.
Eine besondere Rolle spielte die sorgfältige Auswahl der Verglasung. Durch die Kombination von hochwertigem Weissglas und charakteristischem Goetheglas mit seinem typischen Wolkenbild entstand eine Lösung, die moderne Schallschutzanforderungen mit der unverwechselbaren Optik historischer Fensterscheiben verbindet.
Auch bei der Oberflächenbehandlung stand die natürliche Schönheit des Materials im Mittelpunkt. Die Fenster aus Natureiche wurden mit einer hochwertigen Naturöllasur veredelt. Dadurch bleibt die charakteristische Holzstruktur sichtbar und verleiht den Fenstern eine warme, elegante und besonders authentische Ausstrahlung.
Ein weiteres Highlight dieses Projekts sind die traditionellen Fensterbeschläge. Echte Fischbänder unterstreichen den historischen Charakter der Konstruktion und erinnern an die handwerkliche Qualität vergangener Zeiten. Gerade solche Details machen den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Fenster und einer originalgetreuen Rekonstruktion aus.
Besonders erfreulich war, dass die vorhandenen historischen Stangenverschlüsse wiederverwendet werden konnten. So blieb ein wertvoller Teil der ursprünglichen Fensterausstattung erhalten und konnte in die neuen Eichenfenster integriert werden. Eine schöne Verbindung zwischen historischer Substanz und handwerklicher Neuanfertigung.
Die ursprünglichen Gussteile bestanden aus Grauguss und waren im Laufe der Zeit brüchig geworden. Um die historische Gestaltung dennoch zu bewahren, wurden diese Bauteile sorgfältig nachgegossen – diesmal aus Messing. Damit konnte ihre charakteristische Form erhalten und zugleich eine hochwertige neue Ausführung geschaffen werden.
Für ein harmonisches Gesamtbild erhielten die metallischen Beschläge eine brünierte Messingoberfläche. Die dezente, historisch anmutende Farbgebung ergänzt das natürliche Eichenholz und verleiht den Fenstern jene besondere Eleganz, die perfekt zur Architektur einer traditionsreichen Stadtvilla passt.
Das Ergebnis ist ein aussergewöhnliches Beispiel für anspruchsvollen historischen Fensterbau. Mit unserem System Fachwerk, originalgetreu nachgebauten Eichenfenstern, charakteristischem Goetheglas und liebevoll rekonstruierten Beschlägen konnten wir die historische Fensterästhetik der Basler Stadtvilla bewahren und gleichzeitig den geforderten Schallschutz von 39 dB berücksichtigen. Ein Meisterstück traditioneller Handwerkskunst, das Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise verbindet.